Was eine Parabel hätte werden können

Es ist die Parabel von dem Mann, der immerzu eine sinnlose Beschäftigung ausführt, um nicht an seine Angst erinnert zu werden. So versucht er z.B. immer wieder fünf Fäden – ohne ein Maßband – auf die gleiche Länge zu schneiden. Doch es gelingt ihm nicht, denn das Resultat wirkt immer wieder falsch, ungenau und abweichend. Irgendwann sind die Fäden, die von der Decke hängen, nicht mehr vorhanden. Es gibt nichts mehr zu schneiden. Eine Erlösung bringt das Ende dieser sinnlosen Tätigkeit: Der Tod.

Stolz

Stolz ist scheinbar die Grundlage allen autoritären Handelns.

Nichts erwarten (2)

Nichts erwarten zu können, ist ebenso grausam wie eine unerfüllte Erwartung. Leere ist nichts, es ist „etwas“, was man nicht empfinden kann. Die Leere ist „etwas“, was sich plötzlich ausdehnt, alles um einen herum verschmiert wie verlaufende Wasserfarben. Die Leere radiert die Welt, sie tilgt alles aus, was einmal wichtig war. Leere ist der Zustand, wenn nichts zustande kommt.

Zu spät!

Ich schreibe eigentlich immer dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Die Nacht ist mein Zeuge!

Sprachlos

Sprachlosigkeit ist am unerträglichsten, wenn das, was der andere wahrscheinlich sagen würde, nicht das Erhoffte ist, und man selbst nicht das sagen kann, was unmöglich zu sagen geworden ist.